Stressinduzierte Immunsupprimierung und Therapeutic Touch
Grund für diese Studie:
Es ist bekannt, daß die Fähigkeit des menschlichen Immunsystems, angemessen auf externe Faktoren zu reagieren, durch dauernden Streß reduziert wird. In dieser Pilotstudie werden auch physiologische Parameter und nicht nur die subjektive Befindlichkeit der Testperson bewertet.
Studienhypothesen: Studenten mit Prüfungsangst zeigen unter TT Behandlung
- eine geringere Senkung der IgG (inkl. Subklassen), IgA und IgM Spiegel
- eine bessere Immunantwort auf Mitogene
- eine bessere Immunantwort auf einen Haemophilus - Impfstoff
Studiendesign:
- TT (3 zeitlich unlimitierte Behandlungen in einem Abstand von mind. 24 Stunden)
versus kein TT (Studenten geben nur Testdaten ab, erhalten aber sonst keine spezielle Behandlung)
- n = 20 (Studenten mit Prüfungsangst, deren STAI –Ergebnis eine Standardabweichung höher war als der Durchschnitt, zwei Wochen vor der kommissionellen
Abschlussprüfung) 9 TT versus 11 kein TTDie Daten wurden in Bezug auf den Prüfungstermin erhoben und zwar
- eine Woche davor
- am Tag davor
- 3 Wochen danach
- Die Impfung erfolgte unmittelbar nach Sammlung des zweiten Datensets
- Bewertungskriterien
- Stimmungslage
- Ängstlichkeit, Stressausmaß
- Immunparameter
- Bewertung anhand von
- Profile of Mood States (POMS) für Stimmungslage
- STAI für Ängstlichkeit, Impact of Events Scale für Streßausmaß
- Quantifizierung der spezifischen Ak gegen das kapsuläre Polysaccharid von Haemophilus inf.Quantifizierung der Serumimmunglobulinspiegel durch radiale Immundiffusion
- Quantifizierung der Lymphocytensubpopulationen im FACS (CD25+ Zellen = Maß für IL-2-Rezeptorexpression und Apoptose in mitogenstimulierten Zellkulturen)
Ergebnis:
- IgA und IgM Spiegel waren in der TT Gruppe signifikant höher
- CD25+ Zellen und IgG Spiegel waren erhöht, die Erhöhung war aber nicht signifikant
- Die anti-Haemophilus-Ak Titer zeigten keinen Unterschied
- Apoptose (programmierter Zelltod) war signifikant geringer